Vom verehrten Götterboten zur bedrohten Tierart Video
Einst war ihr Töten verpönt. Was rettet heute den Delfinen das Leben?In vielen alten Kulturen werden Delfine erwähnt. Antike wissenschaftliche Aufzeichnungen beschreiben ihre vorzügliche Anpassung an ihren Lebensraum Wasser und in vielen Geschichten und Mythen werden die freundlichen Meeressäuger als Lebensretter oder Götterboten beschrieben. Im alten Griechenland zog man sich den Unwillen der Götter und der Menschen zu, wenn man einen Delfin tötete.
Wer schützt den Delfin heute?
Längst ist die Lobby der griechischen Gottheiten dahin. Delfine wurden längst zum Fang frei gegeben. Seit auch in der Fischerei das technische Zeitalter begonnen hat, werden immer mehr Delfine und Wale gefangen, so dass der Mensch längst als Feind der Delfine bezeichnet werden kann.
Schliesslich sind die grossen Meeressäuger durch ihn von der Ausrottung bedroht.
Nicht nur der gezielte Fang der Delfine und Wale, auch das Fischen anderer Meeresbewohner, gefährdet Delfine.
Sie verfangen sich in Thunfischnetze beispielsweise und verenden qualvoll. Ebensolche Todesfallen sind Treibnetze, die bis zu 60 Kilometer lang und 150 m tief sein können.
Das Netz wird im Meer ausgesetzt. Jeder Meeresbewohner, der versucht hindurch zu schwimmen, verfängt sich in den feinen Maschen.
Nach einer Weile werden die Treibnetze wieder eingeholt und die gefangenen Fische und anderen Lebewesen der Meere wie z. B. auch Schildkröten, aussortiert. So manches Tier stirbt sinnlos.
Oft werden Treibnetze verloren oder vergessen und treiben als riesige Tierfallen auf den Ozeanen. Sinken die mit Delfinen und anderen Fischarten gefüllten Netze dann auf den Meeresgrund, zersetzen sich die Tierleichen.
Doch steigt durch das abgelegte Gewicht das Fangnetz wieder nach oben und die Falle klappt wieder auf.
Meeresverschmutzung und Unterwasserlärm
Neben der kommerziellen Jagd auf Delfine und Wale sind die Verschmutzung der Meere und der zunehmende Unterwasserlärm ebenso eine Bedrohung, die zu Krankheiten und Unfruchtbarkeit der Delfine führen.
Auch wenn sich die Situation der Delfine, Wale und der vielen anderen Meeresbewohner aufgrund verschiedener internationaler Schutzbestimmungen sich bereits gebessert hat, zeigt die Realität, dass noch lange nicht genug getan wird.