Die fünfte Jahreszeit
So zumindest wird der Fasching, der Karneval oder die Fastnacht genannt. Viele Namen für das närrische Treiben zwischen Weihnachten und Ostern. Den Feiernden ist es im Grunde egal, ob es sich um Fasching, Karneval oder Fastnacht handelt. Zum Feiern braucht es keinen Grund sondern nur einen Termin. Entstehung der närrischen ZeitNicht eindeutig ist der Ursprung geklärt. Doch bereits die alten Germanen, Griechen und Römer feierten diese Zeit um den Frühling zu begrüssen.
Bereits damals verkleideten sich die Menschen und trugen Masken und veranstalteten Umzüge. Die heidnischen Bräuche wurden auch von den Christen fortgeführt.
Für die christliche Bevölkerung war der Fasching und die Fastnacht, die letzte Möglichkeit, noch einmal auf die Pauke zu hau’n. Denn im Anschluss begann die sechswöchige Fastenzeit, in der nicht gefeiert werden durfte.
Auch bestimmte Lebensmittel wie Fleisch, Käse, Eier und natürlich Alkohol waren bei Strafe verboten, bis zum Osterfest. Also wurde noch einmal kräftig gefeiert.
In der Zeit zwischen dem Winterende und dem Frühlingsanfang wurde auch traditionell der Winter ausgetrieben ebenso wie die bösen Geister.
Besonders im süddeutschen Raum und in Österreich gibt es diese Tradition auch heute noch. In Detschland sind die Karnevalshochburgen die Städte Köln, Düsseldorf und Mainz.
Ab dem 13. Jahrhundert wird die Faschingszeit als solche erwähnt. Bis ins 13. Jahrhundert war der Karneval den einfachen Leuten vorbehalten.
Sogar päpstliche Empfehlungen ermunterten dazu, Fastnacht zu halten und fröhlich zu sein. Dem närrischen Treiben wollte das Bürgertum jedoch nicht nur zusehen.
So kam es 1823 in Köln zur Gründung eines Karnevalvereins und zu einer Fastnachtsreform. Ab dieser Zeit durfte auch das Bürgertum Fasching feiern.
Es wurden Faschingsprinzen eingeführt, die über die Narren herrschen, wie wir es bis heute noch kennen.
In vielen Gemeinden und Städten wird auch heute noch während der Karnevalszeit, symbolisch das Rathaus dem Karnevalsprinzenpaar zum Regieren übergeben.
Faschingsschminke oder was darf auf die Nase
Wie viel Farbe verträgt der Fasching?