Woher kommt der Winterblues?
Vor allem in den Wintermonaten bekommen Mittel- und Nordeuropäer zu wenig Tageslicht ab. Auch die Tatsache, dass man sich während der Wintermonate bis zu 90 % in geschlossenen Räumen aufhält, unterstützt den Winterblues.Was ist der Winterblues?
Diese saisonal abhängige Depression resultiert aus einem Zuviel am Schlaf fördernden Hormon Melatonin. Das Hormon wird bei Dunkelheit durch die Zirbeldrüse im Gehirn frei gesetzt.
Wir werden müde und schlafen ein. Am Morgen, wenn das Auge mehr Helligkeit wahrnimmt, wird das Melatonin wieder abgebaut. Wir wachen auf.
Bei vielen Menschen jedoch reicht das Tageslicht des Winterhalbjahres nicht aus um wach, entspannt und fit den Tag zu beginnen
Lichttherapie hilft
Diese Menschen leiden an einer jahreszeitlich abhängigen Depression, oft Herbstdepression oder Winterblues genannt. Eine Behandlungsmöglichkeit ist die Lichttherapie.
Auch bei anderen Depressionen ist die Lichttherapie empfehlenswert. Gesunde Menschen empfinden eine Lichttherapie ebenfalls als äusserst angenehm und aufbauend.
Das Licht wird dabei durch das Auge des Patienten aufgenommen und weitergeleitet. Über den Sehnerv gelangt es zum Nucleus suprachiasmaticus (SCN). Dort kommt es zur Ausschüttung von Botenstoffen.
Die Beleuchtungsstärke
Wichtig ist die Beleuchtungsstärke der Therapieleuchten. Die Beleuchtungsstärke wird in Lux angegeben. Es ist das Licht, das am Auge ankommt.
Um einen therapeutischen Effekt zu erzielen, benötigen Therapieleuchten eine Lichtstärke zwischen 2.500 Lux und 10.000 Lux.
Herkömmliche Lampen und Leuchten haben eine zu geringe Lichtstärke. Eine Schreibtischlampe hat üblicherweise eine Lichtstärke von 300 Lx.