Gesundheit & Medizin

Wie schützt sich der Körper?

In der Umwelt befindet sich eine Vielzahl von Bakterien, Pilzen, Viren und Parasiten, die darauf bedacht sind, in den Körper einzudringen und diesem Schaden zuzufügen.


Zwar kann nicht jedem Mikroorganismus eine bedrohende Eigenschaft nachgesagt werden, jedoch können gewisse Erreger lebensgefährliche Krankheiten und Funktionsstörungen hervorrufen.

In einigen Fällen können körpereigene Zellen entarten und zu Krebs führen, weshalb es wichtig ist, dass abgestorbenes oder krankhaftes Zellgewebe erkannt und unschädlich gemacht beziehungsweise abgebaut wird.

Wie heisst das Schutzsystem des Körpers?

Um die Schädigung des Körpers zu verhindern, verfügt jedes Lebewesen über einen Schutzmechanismus, das Immunsystem.

Neben der unspezifischen, angeborenen Immunabwehr, die seit Beginn der Stammesgeschichte weitgehend unverändert geblieben ist, bildete sich bei Wirbeltieren zusätzlich eine anpassungsfähige, erworbene und somit spezifische Immunabwehr aus, um ein besonders effektives und sich ergänzendes Immunsystem zu gewährleisten.

Als Folge von Immunreaktionen entstehen Entzündungen, die zur Beseitigung schädlicher Zellen und Fremdkörper führen.

Wie entstehen Allergien?

Allerdings kann das Immunsystem auch auf unerwünschte Weise wirken, indem es Allergien auslöst, was wiederum die Folge einer überschießenden Immunreaktion darstellt.

Auch ist das Immunsystem verantwortlich für die Abstoßung von transplantierten Organen. Fehlgeleitete Angriffe gegen körpereigene Strukturen können sich zu so genannten Autoimmunkrankheiten wie Diabetes entwickeln.

Ist das Immunsystem gestört und eine Immunreaktion unzureichend vorhanden, wird der Körper anfällig für Infektionen. Diese Immunschwäche kann entweder durch einen Gendefekt angeboren oder durch Erkrankungen wie Aids oder Leukämie erworben werden.