Prothesen – Zwischen Funktionalitaet und kosmetischem Utensil
Prothesen bedeuten für Menschen, denen durch Krankheit oder Unfall Arme oder Beine amputiert werden mussten, die Rückkehr in den Alltag, die Möglichkeit eines selbständigen Lebens.
Was macht eine gute Prothese aus?
Eine gute Prothese sollte dem Nutzen des Patienten entsprechen, nicht zu schwer sein. Bisher war auch oftmals die Greifgeschwindigkeit bei Handprothesen zu niedrig.
Stefan Schulz und sein Team der Abteilung Prothetik am Forschungszentrum Karlsruhe entwickelten eine Handprothese, die den Bedürfnissen der Träger entspricht.
Handprothesenträger wünschen sich vor allem einen einzeln bewegbaren Zeigefinger, der z. B. zum Tippen auf einer Tastatur benutzt werden kann. Sie wollen ein Feedback bekommen, wie viel Kraft die Prothese eigentlich ausübt.
Zählt nicht auch der kosmetische Aspekt?
Eine Prothese sollte nicht als solche gleich erkennbar sein. So wurde ein Handschuh angefertigt, der über die eigentliche Prothese gezogen wird und fast wie eine echte Hand mit Fingernägeln, blassbläulichen Gefässen und kleinen Fältchen aussieht.
Beim Greifen gibt es kaum Falten und Silikon sorgt dafür, dass der Handschuh rutschfesten Kontakt zu den gehaltenen Gegenständen aufnimmt.
Ganz zufrieden ist der Projektleiter noch nicht ganz. Doch in nicht allzu ferner Zukunft ist damit zu rechnen, dass die Karlsruher Hand auf dem Markt kommt.
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