Gesundheit & Medizin

Lässt Meditieren das Gehirn wachsen?

Die Meditation gilt als ein Weg zur inneren Mitte, zu sich selbst. Sie ist eine Entspannungstechnik für Körper und Geist. Dass sie uns eine innere Ruhe vermittelt und einen wachen Geist, hat man auch selbst schon erfahren. Nun soll Meditieren auch das Gehirn wachsen lassen.

Meditieren erweitert den Horizont

Meditieren ist ein Mittel zum Entspannen und für innere Ruhe. Wenn wir davon hören, dass Meditation den Horizont erweitert, dann brachte man das bisher immer mit der Selbsterkenntnis in Verbindung.

Forschungen der Harvard-Wissenschaftlerin Sara Lazar lassen vermuten, dass nicht nur der innere Horizont erweitert wird.

Mit dem Kernspintomographen ist es heute möglich, Abläufe im Gehirn unter bestimmten Bedingungen zu beobachten, sowie die Veränderung der biologischen Struktur, die Menge der grauen Masse und die Form der Gehirnfurchen und Windungen.

Erste Untersuchungen belegen, dass das Gehirn durch das Meditieren wächst. Verschiedene Mechanismen sind hier vermutlich am Werk.

Es werden vermehrt Blutgefässe im Gehirn gebildet und die Nervenverbindungen nehmen zu. Ebenso vermehrt sich die weisse Substanz, die aus Nervenfasern besteht.

Die Veränderungen im Gehirn finden in verschiedenen Bereichen statt. Beobachtet wurden sie im so genannten Insellappen, einem Teil des Grosshirns.

Er spielt eine Rolle beim Erkennen innerer Empfindungen. Eine andere Region ist die des frontalen Kortex. Er ist wichtig für das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit.

Beeinflusst Meditation tatsächlich das Gehirn?

Meditation verändert die Leistungsfähigkeit der betreffenden Regionen. Mit Sicherheit funktionieren sie besser. Es kommt zu seelischen Aufhellungen, zu einer geistigen Entspannung und gleichzeitig zu einem wachen Geist.

Eine Folge von regelmässiger Meditation ist vermutlich auch eine Verlangsamung des Alterungsprozesses des Gehirns. Personen, die regelmässig meditieren bleiben länger geistig rege und bauen nicht so schnell ab.

Wie oft muss man meditieren, damit es Veränderungen im Gehirn bewirkt?

Bereits nach zwei Monaten, in denen regelmässig meditiert wird, lassen sich bereits Veränderungen feststellen. 20 – 40 Minuten genügen, in denen man bewusst wahrnimmt und den Atem verfolgt.

Vier – fünfmal die Woche praktiziert hat das Meditieren erhebliche Auswirkungen auch auf unser Wohlbefinden, Gedächtnis, Kognition und Gesundheit.