Wie die Gans zum Weihnachtsbraten wurde?
Wildbraten wie Hirsch, Kaninchen oder Wildschwein, Karpfen oder Ente werden heute gerne alternativ als Weihnachtsbraten zubereitet. Doch die Weihnachtsgans gilt als traditioneller Weihnachtsschmaus und wer Wert auf Weihnachtstradition hält, bringt sie am Weihnachtsabend oder am ersten Feiertag auf den Tisch.
Wie schaffte es die Weihnachtsgans auf den ersten Platz des Weihnachtsessens?
Die Weihnachtsgans löste die traditionelle „Mettensau“ ab. Denn im Mittelalter wurde an Weihnachten das „Mettenmahl“ begangen. Da kam an Weihnachten Schwein auf den Tisch.
Vermutlich aus einem ganz praktischen Grund. Die Schweine waren schlachtreif.
Bis zum Weihnachtsabend wurde damals gefastet. Am Heiligen Abend gab es oft den Weihnachtskarpfen, während erst am ersten Weihnachtsfeiertag, dem 25. Dezember das Weihnachtsmahl verspeist wurde.
Die Legende von der Weihnachtsgans
Am heiligen Abend des Jahres 1588 soll einer Geschichte nach, der englischen Königin Elizabeth mitgeteilt worden sein, dass die spanische Armada besiegt worden sein.
Die geschah, als sie gerade eine Gans verspeiste. Aus Freude darüber, wurde die Gans kurzer Hand zum Weihnachtsbraten erklärt.
Auch über den Ärmelkanal schwappte diese Mitteilung und alle nahmen den Brauch gerne an. Schliesslich wurde auch am Martinstag eine Gans verspeist, warum also nicht auch an Weihnachten.
In Grossbritannien wurde die Gans jedoch mittlerweile vom Truthahn abgelöst. In Europa isst man heute noch gerne Gans zu Weihnachten.
Für 80 % der Deutschen gehört der Weihnachtsbraten noch immer zum Fest. Doch mittlerweile muss es auch hier nicht immer Gans sein.
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