Essen & Trinken

Von Bauerntrunk zum Edelstatus

Betrachtet man die Geschichte des Grappas, dann handelt es sich um eine Erfolgsgeschichte.



Der Aufstieg eines Abfallprodukts zu einer Edelspirituose. Den genau genommen handelt es sich bei Trester um ein Abfallprodukt der Weinherstellung und der Grappa war nur ein Nebenprodukt und wurde seinerzeit nur von der armen Bevölkerung getrunken, da er qualitativ nicht sehr hochwertig war.

Durch die Einführung der Destillationstechnik wurden die gepressten Reste der Weinherstellung auch zum Destillieren verwendet um Grappa herzustellen.

Nur achteten zu dieser Zeit nur wenige darauf nicht alle Reste wahllos zu destillieren.

Die Schale der Trauben beherbergt das meiste Aroma und so wird bei einer Destillation bei der nur die gepressten Traubenschalen verwendet werden, ein hochwertiger Grappa erzeugt.

Wer also Wert auf einen guten Grappa legte, begann zu sortieren.

Auch die Technik verbesserte sich und man entdeckte die indirekte Befeuerung. Der Vorteil bei der Grappa-Destillation war eine schonendere Methode unter Zuhilfenahme eines Wasserbades.

Wenn auch die Methode etwas aufwendiger war, so zahlte sie sich aus, denn man produzierte fortan einen hochwertigen Grappa, der vom Bauerntrunk in die höheren Kreise wanderte und von nun an auch in der Adelsschicht zu hause war.

Heute haben wir das Glück einen hochwertigen, aromatischen Grappa geniessen zu können quer durch alle Schichten und alle Länder.