Mal Artischocken zur Abwechslung?

Wir spüren den Herbst auch auf unserem Speiseteller. Von leichten Sommersalaten wechseln wir zu schweren Geschützen wie Hülsenfrüchten, Braten und viel Süssem. Wie wäre es da mit einer einem zartbitteren Fettverbrenner, wie der Artischocke?
Im Herbst, wenn sich der Winter ankündigt, dann ändern wir nicht nur aufgrund der Saison bedingten Gemüse unseren Speisezettel.
Uns zieht es gerade zu hin zu Bratendüften, Sahnesaucen, nach Knoblauch duftenden Eintöpfen und süssen, kalorienreichen Nachtischen.
Als ob wir uns noch Winterspeck anfuttern müssten, verlieren fettarme Gemüsepfannen oder sommerliche Blattsalate ihre Wirkung auf unsere Geschmacksnerven und Gelüste.
Wer zwar nicht abnehmen will, sich aber die Bikinifigur den Winter über wenigstens halbwegs sichern will, der sollte dem wachsenden Winterspeck ab und an ein Schnippchen schlagen.
Heute schon geartischockt?
Ein kleiner Tipp in Form eines mediterranen Gemüses, hilft uns im kalorienreichen Wintermärchen auf der schlanken Linie zu bleiben: die Cynara scolymus, als Artischocke dürfte sie besser bekannt sein.
Aufgrund der unterschiedlichen Erntezeiten der Hauptanbaugebiete von Spanien, über Ägypten bis nach Argentinien, kann man die Artischocke das ganze Jahr über frisch auf dem Markt oder in der Gemüseabteilung des Supermarktes kaufen und braucht nicht auf Dosen oder Artischocken im Glas zurückgreifen.
Gesunde und kulinarische Abwechslung
Artischocken sind gesund. Neben dem Vitamin B1 besitzen sie Inulin, Calcium, Eisen sowie den Bitterstoff Cynarin.
Die distelartige Kulturpflanze, die zur Familie der Korbblütler, wie z. B. den Sonnenblumen gehört, ist sehr gesund. Einst wurde sie auch als Heilpflanze verwendet.
Heute schätzt man sie als wertvolles, verdauungsförderndes Nahrungsmittel, das besonders auf die Leber wirkt und die Fettverdauung fördert.
Besonders bei einem üppigen Essen, ist die Artischocke sehr hilfreich.
Ihr zartbitteres Aroma ist ebenfalls eine willkommene Abwechslung. Die Artischocken werden in Salzwasser gekocht und dann mit einem Dip, Aioli oder einer Vinaigrette serviert.
Während man bei den Baby-Artischocken bis auf ein paar harte Aussenblätter alles geniessen kann, zupft man bei den grösseren Exemplaren die Blätter und tunkt sie in die Dips.
Auf diese Weise sind Artischocken ein kulinarischer Zwischengang im Menü, der gleichzeitig die Verdauung ankurbelt.
Die Artischocken lassen sich aber auch in zahlreiche leckere Rezepte integrieren.