Essen & Trinken

Fertig Kork im Flaschenhals?

Seit Jahrhunderten ist der Korken als Verschluss einer Weinflasche erprobt, obwohl die Fehlerquote ziemlich hoch ist. Es gibt Winzer, die schon Ihre ganze Ernte verloren haben. Deshalb länger schaut sich der internationale Weinmarkt schon länger nach Alternativen um.



Ist der Schraubverschluss die Lösung?

Man benötigt weniger Schwefel zur Konservierung, die Weine reifen langsamer und gleichmäßiger.

In Neuseeland, wurde schon fast die gesamte Produktion auf die Luxusvariante der Schraubverschlüsse, die Stelvin-Drehverschlüsse, umgestellt,

Die Schraubverschlüsse wurden von vielen Winzern erst bei aromatischen Weißweinsorten versucht, vor allem Riesling und Sauvignon Blanc, weil die Kunden Schraubverschlüsse eher bei frischen, leichten Weinen akzeptieren als bei hochwertigen Tropfen.

Wer mit der Abfülltechnik noch nicht vertraut ist, hat oft Probleme mit den Schraubverschlüssen, da es bei unsachgemäßer Handhabung zu unangenehmen Geschmacksverfärbungen kommen kann, und der Wein verschließt sich und entwickelt sich in der Flasche nicht weiter.

Glasverschluss wäre eine weitere Alternative mit einem Dichtring aus Kunststoff. Sie ist die schönste Verschlussmöglichkeit und mit ihr treten auch keine geschmacklichen Veränderungen auf.

Nur gibt es bisher wenige Erkenntnisse über das Reifungsverhalten unter Glas.
 
Möglich wäre es auch, einen Wein mit einem Kornkorken zu verschliessen, wie Champagnerhäuser zum Beispiel, die sich während der Zwischenreifung (also vor der Verkorkung) seit Jahrzehnten auf den Kronkorken verlassen.
 
Die letzte Möglichkeit wäre ein Plastikkorken, der aber nur für extrem junge Weine taugt,

Warum hängen wir eigentlich so am Kork?


Vielleicht liegt es an der Zeremonie des Entkorkens mit dem satten Plopp, auf die weder Weintrinker noch Sommeliers verzichten möchten.