Döner auf vegetarisch?

Vegetarische Imitate boomen. Was steckt hinter dem Hühnchennuggets auf Gemüsebasis? Wie viel Fleischproduktion verträgt unsere Umwelt?
Lange galten die Fleischimitate aus Soja oder Weizenproteinen, in Form von Schnitzel, Gulasch oder Burger bei Fleischessern wie auch bei Vegetarierern eher als Mogelpackung.
Durch den immer grösser werdenden Trend zur fleischlosen Ernährung, erleben nun aber auch vegetarische Würstchen eine neue Bedeutung.
In Taiwan haben vegetarische Fleischimitate eine jahrhundertealte Tradition, die nun in Europa zu einem Boom wird.
Pflanzliche Imitate für willensschwache Vegetarier?
Die pflanzlichen Imitate sollen dabei kein Ersatz für willensschwache Vegetarier sein, die Abwechslung zwischen Tofu und Grünkernbratlingen suchen.
Denn viele Menschen, die sich entschliessen vegetarisch oder vegan zu essen, tun dies auch aus Umweltgründen und haben im Grunde nichts gegen den Fleischgeschmack, mögen ihn sogar.
Brauchen wir Fleischersatz auf lange Sicht?
Das auf lange Sicht eine Wende zum Fleischersatz unumgänglich ist, davon sind Ernährungs- und Umweltforscher überzeugt.
Seit Jahren gibt es in den Niederlanden das Projekt „Profetas“ Zahlreiche Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen arbeiten daran, Fleisch langfristig durch NPF, „novel protein foods“ zu ersetzen.
Dabei handelt es sich um ein Kunstfleisch auf Basis pflanzlicher Proteine.
Harry Aiking vom Umweltinstitut der Universität Amsterdam meint dazu, dass Fleisch, aber auch klassische Fleischersatzprodukte wie Tofu tierische Proteine enthalten und dadurch zu viel Energie in der Herstellung verbrauchen.
Die Prognose der Forscher zeigt einen Bevölkerungszuwachs mit steigendem Lebensstandard in den nächsten 40 Jahren, der rund 70 Prozent mehr Lebensmittel benötigt.
Um eine Katastrophe zu verhindern meinen die Wissenschaftler, muss der Fleischkonsum verringert werden und das Kunstfleisch könnte dazu beitragen Hunger und Umweltschäden abzuwenden.