Der Pizza-Notstand
Pizza – wer ist sie nicht gern. Doch was heute gerne als Pizza bezeichnet wird, hat sich im Höchstfall den Namen ausgeliehen. Denn Teigzutaten und Belag haben in Nichts mit einer traditionellen Pizza zu tun. Viel und teilweise sehr fettige Zutaten krönen den Teig. Zeit, wieder zu einer originalen Pizza zurück zu kehren.Ist Pizza ein Armenessen?
Oft wird Pizza den typischen Armenessen zugeordnet, die später den Rang von Delikatessen eroberten. Sicher ist, dass Pizza in Italien ein weit verbreitetes Essen war.
Seit Mitte des 18. Jahrhunderts wissen wir von den Genüssen der Pizza. Damals war sie nur mit Olivenöl, Tomatenscheiben und Kräutern wie Oregano und Basilikum belegt.
Im 19. Jahrhundert erfreute der bürgerliche Genuss auch die adeligen Gaumen. Im Jahre 1889 kreierte ein neapolitanischer Pizzabäcker mit minimalen Zutaten eine Pizza für die Prinzessin Margherita von Savoyen.
Die Prinzessin hatte ein Faible für bürgerliches Essen. Noch heute kennen wir die Pizza Margherita, die für viele das Minimum der Pizza bedeutet.
In Wirklichkeit ist es die Krönung. Die Pflicht der Pizza ist den italienischen Teigfladen mit Tomaten oder Tomatensauce zu bedecken.
Oregano als Pizzagewürz gehört ebenso dazu wie ein delikater Käse, wie Mozzarella. Eine Kür gibt es bei der Pizza nicht. Alles andere ist Frevel.
Heutige Pizzas haben oft nichts mehr mit der traditionellen Pizza zu tun. Beläge wie Ananas oder Hackfleisch, Nudeln oder Spinat können nur als Teigfladen mit Belag bezeichnet werden.
Zu Recht sollen hier auch nur alltägliche Getränke konsumiert werden.
Für eine echt, originale Pizza darf es dann aber schon etwas Besonderes sein. Ein fruchtiger Rosé im Sommer und ein gediegener Rotwein aus – na klar – Italien.