Abfallprodukt Grappa
Im Grunde wird der Grappa aus dem Abfall der Weinherstellung gewonnen. Nach dem Pressen der Trauben, werden sie für die Grappa-Herstellung verwendet. Man bezeichnet die gepressten Trauben als Trester. Allerdings wird bei der Grappa-Herstellung wert darauf gelegt, dass es sich um qualitativ hochwertige Trauben handelt, die leicht gepresst wurden und so auch ein wertvoller Weintrester sind, der sich zur Herstellung eines Qualitäts-Grappas eignet.
Neben dem wichtigen Grundstoff ist natürlich auch eine sorgfältige Verarbeitung notwendig. Das Destillationsverfahren verdanken wir den Arabern, die dieses Verfahren in erster Linie für medizinische Zwecke nutzten, da der gewonnene Alkohol für Arzneitinkturen verwendet wurde. An Grappa dachte damals noch niemand.
Der Grappa sollte sich erst später heraus entwickeln. Die Kunst des Destillierens wurde erst um das 11. Jahrhundert auf dem europäischen Festland bekannt und erst im Jahre 1451 wird Grappa erstmalig namentlich erwähnt.
Aufgrund der mangelnden Qualität, fand der Grappa noch keinen Zugang in höheren Kreisen.
Dies ist vermutlich zurückzuführen, dass bei der Destillation nicht nur die Traubenschalen verwendet wurden, wie wir es heute kennen. Auch war die direkte Befeuerung kein optimales Verfahren zur Herstellung der Grappa.
Heute wird der Grappa durch eine schonende indirekte Befeuerung unter Zuhilfenahme eines Wasserbades gewonnen, was ihn zu einer Edel-Spirituose macht mit einem ganz besonderen Charakter.
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