Astrologie & Esoterik

Vom Talisman zum Fetisch

Will uns jemand unseren Talisman, in Form unseres Teddybären, einen Anhänger, der uns vielleicht schon in die Wiege gelegt wurde, streitig machen, dann müssen wir wohl zur Abwechslung einmal unseren Talisman verteidigen. Schliesslich ist er unser Beschützer und Glücksbringer und wenn wir die einzigen sind, die an ihn glauben. Vielleicht glauben nicht alle gerade an diesen einen Teddybären, doch der Glaube an Talismanen ist weiter verbreitet als wir denken. Wer sollte auch etwas gegen einen Edelstein auf seinem Schreibtisch haben, einen Traumfänger über dem Bett, ein Amulett oder auch einen selbst gemachten Talisman. Auch kennen wir bekannte Talismanen anderer Völker, wie das Ruyi-Zepter des chinesischen Kulturkreises, die „Tjurunga“ das australische Schwirrholz sowie die Medizinbeutel der nordamerikanischen Indianer und haben nicht auch die Heiligenbilder und Kruzifixe des Christentums die Funktion eines Talismans? Die Talismanen werden zu den Fetischen gezählt, also unbelebten Objekten, von denen Menschen, Völker oder Kulturen überzeugt sind, dass von ihnen eine Kraft oder Macht ausgeht. Fetische werden auch oft als Aberglauben abgehandelt. Doch werden oft auch positive, wenn auch wissenschaftlich unerklärbare, Veränderungen mit ihnen in Verbindung gebracht. Klären werden wir diese Frage nicht können. Ein Talisman kann von hohem emotionalem Wert sein und einem Menschen Sicherheit und positive Ausstrahlung geben. Talismanen können ein gutes Mittel für die bekannten selbsterfüllenden Prophezeihungen (Selffulfilling Prophecy) sein, da der Talisman eine positive Erwartung ausströmt, mit dem „nichts schief gehen“ kann. Gefahr droht, wenn Menschen sich scheinbar verlieren und dem Talisman mehr vertrauen als ihren eigenen Fähigkeiten und Talenten.