Allgemein

Hitzeschutz in der Küche

Jeder hat schon mal vergessen, seinen Herd auszuschalten. Stimmt's? ;)

Warum kann eine glühende Herdplatte einen Brand auslösen?

Der Herd selbst fängt nicht zu brennen an, er glüht nur. Was Feuer fängt, ist das, was auf der Kochplatte draufsteht oder in ihrer Nähe ist.

Klassischer Fall: Ein Topf wird auf dem Herd vergessen, an der glühenden Kochplatte entzünden sich Gase, die aus zu heiß gewordenem Fett entweichen, es gibt eine Flamme und die setzt die Dunstabzugshaube in Brand, oder den Topflappen in der Nähe.

Die Sicherung reagiert nur auf Überstrom und Kurzschluss, nicht auf Hitze. Ein Cerankochfeld hat einen Schutz, die Standard-Elektrokochmulde leider nicht.

Worauf muss man achten?

Bei allem, was heizen kann, ist Vorsicht geboten, wie Wasserkocher, Kaffeemaschine oder Bügeleisen. Auch hier gilt, dass die Gefahr nicht vom Gerät selbst ausgeht, sondern dass sich etwas in seiner Umgebung entzünden kann.

Die Kochplatte allerdings ist eine besondere Gefahr deshalb, weil sie Temperaturen bis zu 600 Grad erreicht.

Bei Kaffeemaschinen oder Wasserkochern empfiehlt sich, eine größere Keramikfliese unterzulegen.

Dunstabzugshauben und Hängeschränke sollten mindestens 70 Zentimeter Abstand zu den Herdplatten haben. Und Dinge wie Küchenrollen, Deckchen, Topflappen gehören nicht in die Nähe des Herds.

Gibt es aus technischer Sicht eine Hilfe?

Es gibt sehr hochwertige und entsprechend teure Kochfelder mit Sensor. Der erkennt, ob etwas auf der Platte steht. Wenn nicht, schaltet er nach einiger Zeit ab.

Eine andere, praktikablere Möglichkeit ist die Induktionstechnik. Unter dem Gesichtspunkt Sicherheit geht die Empfehlung klar dahin, gerade für Leute mit Kindern oder ältere Menschen.

Die elektromagnetischen Schwingungen wirken erst, wenn der Topf auf dem Kochfeld steht. Sie erhitzen nur den Topfboden, nicht das Kochfeld.