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Die Weihnachtskrippe

krippe-2.jpg Die Krippe ist die Wiege des christlichen Weihnachtsfestes. Und die Tradition der Weihnachtskrippe wird auch heute noch gepflegt, bei Christen oder bei Menschen, die sich mit dem Weihnachtsfest verbunden fühlen. So werden in der Adventszeit Weihnachtskrippen in Kirchen, auf öffentlichen Plätzen aber auch ganz privat Zuhause aufgestellt. Die Weihnachtskrippe ist die Darstellung der Heiligen Familie, bestehend aus Maria, Josef und dem Jesuskind. Traditionell wird die hl. Familie im Stall von Bethlehem dargestellt, wo das Jesuskind geboren und in die Futterkrippe von Ochs und Esel gelegt wurde. Dargestellt werden so auch Ochs und Esel im Hintergrund, die Hirten, sowie die jubelnde Engelschar. Am 6. Januar, dem Drei-Königs-Fest werden oftmals auch die drei Weisen, Kaspar, Melchior und Balthasar aus dem Morgenland noch figürlich dargestellt. Die Heiligen Drei Könige, wie sie auch genannt werden, brachten der Legende nach Geschenke und erwiesen dem Sohn Gottes ihre Ehre. Beschrieben wurde das Ereignis der Menschwerdung Christi von den Evangelisten Lukas und Matthäus. Das Evangelium von Lukas geschrieben, ist heute als Weihnachtsevangelium bekannt. Als solches ist es fester Bestandteil der weihnachtlichen Zeremonie der christlichen Kirchen und wird alljährlich am Heiligen Abend vorgelesen. Der Ursprung der figürlichen Darstellung der Geburt Jesu ist nicht genau geklärt. In den Katakomben Roms finden sich bildliche Darstellungen aus dem 4. Jahrhundert. Belegt ist, dass schon in altchristlicher Zeit religiöse Darstellungen am Weihnachtstag zu sehen waren. Der Heilige Franziskus von Assisi wird als „Krippenvater“ bezeichnet, da er die erste Weihnachtskrippe in der uns heute bekannten Form baute. Die Absicht des hl. Franziskus war, den Menschen, die Weihnachtsgeschichte näher zu bringen und so hielt er an seiner Krippe die berühmte Weihnachtspredigt. Gotische Schnitzaltäre werden ebenfalls als Vorläufer der heutigen Krippe angesehen. Eine der ältesten Weihnachtskrippen steht in der Sixtinischen Kapelle der Kirche von Santa Maria Maggiore in Rom und wurde 1289 aus Alabaster gefertigt. Der Barock war auch die Hochzeit der Krippendarstellungen. Die Jesuiten nutzten die Krippen als Anschauungsmaterial für die religiösen Unterweisungen aber auch als Andachtsgegenstand für die christliche Gemeinschaft. Sie begannen, beeindruckende und wertvolle Krippen zu bauen, die in ganz Europa Anklang fanden. Weihnachtskrippen wurden zu begehrten Objekten und verbreiteten sich rasch. Jede Stadt oder Gemeinde wollte eine eigene Darstellung der Heiligen Familie besitzen. Länder wie Spanien, Portugal und Südfrankreich, sowie Polen, die Slowakei und Tschechei, Österreich und Süddeutschland waren Hochburgen des Krippenbaus. Das Interesse an Weihnachtskrippen liess um die Jahrhundertwende nach. Durch eine Vielzahl von Liebhabern und Sammlern wurden jedoch viele Weihnachtskrippen erhalten. In den letzten Jahren hat das Interesse an Weihnachtskrippen wieder zugenommen. In der Adventszeit werden wieder weltweit Weihnachtskrippen aufgestellt bzw. Ausstellungen von Weihnachtskrippen geöffnet, die ein buntes Bild der Weihnachtsgeschichte ergeben.